Tipps fürs Studium

Studieren ohne Abitur

Auch ohne Abitur gibt es Möglichkeiten, ein Studium zu absolvieren und damit seine Karrierechancen zu verbessern. Doch für wen steht der Weg vom Beruf in den Hörsaal offen? Wir zeigen dir, welche Optionen es gibt.

Auch ohne Abitur gibt es Möglichkeiten, ein Studium zu absolvieren und damit seine Karrierechancen zu verbessern. Doch für  wen steht der Weg vom Beruf in den Hörsaal offen? Wir zeigen dir, welche Optionen es gibt.

 „Mit Abitur stehen dir alle Türen offen“ – das hat Mama immer gepredigt, aber du wolltest als Jugendlicher schnell dein eigenes Geld verdienen. Jetzt ist es Zeit für berufliche Veränderung oder eine Verbesserung der Karrierechancen. Du möchtest gerne studieren, aber welche Möglichkeiten gibt es ohne Abitur?

Mit einem Meistertitel, anderen Aufstiegsfortbildungen oder als beruflich Qualifizierter hast du gute Karten für ein Studium.

Der einfachste Weg zum Studium ohne Abitur: Meister und andere gleichwertige Aufstiegsfortbildungen

Wer einen Meistertitel trägt oder einen anderen hochqualifizierten Abschluss wie zum Beispiel Techniker oder Fachwirt  in der Tasche hat, kann in fast allen Bundesländern an allen Hochschulen studieren. Es gelten dann die gleichen Voraussetzungen wie bei Studieninteressierten mit Abitur. Die  Zulassung zum Studium ist dabei nicht auf bestimmte Fachbereiche beschränkt sondern umfasst das gesamte Angebot an Studiengängen. Es sind in der Regel keine weiteren Prüfungen nötig außer denen, die eventuell für die allgemeine Zulassung zum Studiengang vorgegeben sind. In manchen Bundesländern wird jedoch vor Einschreibung zum Studium ein Eignungsgespräch verlangt. 

Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte

Die zweite Gruppe derer, die auch ohne Abitur zum Studium zugelassen werden, sind berufliche Qualifizierte. Beruflich Qualifizierte haben bereits eine mindestens zweijährige Ausbildung absolviert und weitere drei Jahre in ihrem Beruf gearbeitet. Unter diesen Voraussetzungen ist es teilweise möglich, ein „fachtreues“ Studium zu beginnen, also ein Studium in dem Fachbereich, in dem man beruflich tätig war. Je nach Bundesland und gewünschtem Studiengang sind aber weitere Prüfungen nötig, um zum Studium zugelassen zu werden.

Zulassungsprüfungen der jeweiligen Hochschulen sollen Aufschluss darüber geben, ob Bewerber ohne Abitur im Allgemeinen für ein Hochschulstudium geeignet sind. Eine bestandene Zulassungsprüfung berechtigt schließlich zum Studium an der prüfendenden Hochschule. Diese Zulassung ersetzt jedoch nicht eventuelle weitere Prüfungen für Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung.

In einigen Bundesländern wird vor einem Studium ohne Abitur eine sogenannte Begabtenprüfung verlangt, deren Bestehen einen bundesweiten Hochschulzugang ermöglicht. Inhaltlich orientiert sich die Begabtenprüfung an den Anforderungen der allgemeinen Hochschulreife. Um daran teilnehmen zu können, ist ein Mindestalter von 25 Jahren erforderlich sowie mindestens 5 Jahre Berufserfahrung.

Für ein Studium in einem zulassungsfreien Studiengang bieten einige Hochschulen die Möglichkeit an, über ein Probestudium Zugang zur Hochschule zu erhalten. Wenn nach Ablauf der „Probezeit“ ein bestimmtes Ziel erreicht wurde, kann das Studium unter Anrechnung der bisherigen Leistungen fortgesetzt werden.

In manchen Bundesländern können Beruflich Qualifizierte auch außerhalb ihres Fachbereichs studieren. In der Regel werden dafür Zugangsprüfungen oder ein Probestudium vorausgesetzt.

Insgesamt gilt, dass je nach Bundesland und Hochschule die Zugangsbedingungen für ein Studium ohne Abitur unterschiedlich sein können. Wer sich also für diesen Weg entscheidet sollte sich also immer auch an der Wunschhochschule über die geltenden Voraussetzungen bzw. Sonderregelungen informieren.